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Tarifkommission der Gewerkschaft GÖD (Gewerkschaft öffentlicher Dienst und Dienstleistungen) im Saarland hat am 11.03.2013 die Tarifforderung für die Beschäftigten im privaten Omnibusgewerbe beschlossen. GÖD und Landesverband Verkehrsgewerbe Saarland (LVS) nehmen am Mittwoch, 12.03.2013 die ausgesetzten Tarifverhandlungen wieder auf

 Saarbrücken/11.03.2013/ca: Nach dem die GÖD die Verhandlungen mit dem LVS durch den plötzlichen Tod des Ver.di Verhandlungsführer unterbrochen hatte, werden am Mittwoch, den 12.03.2013 die Tarifverhandlungen wieder aufgenommen. Am Montag, den 11.03.2013 tagte die GÖD - Tarifkommission und hat seine Tarifforderung beschlossen. Die Gewerkschaft GÖD fordert: eine Entgelterhöhung von 6,5%, die Reduzierung der Wochenarbeitszeit für Kraftfahrer im Omnibusunternehmen von 42 Stunden auf 40 Stunden, die Erhöhung der Ausbildungsvergütungen, eine Entgeltregelung für das Werkstattpersonal sowie die Regelung über eine Jahressonderzahlung. Der Verhandlungsführer der Gewerkschaft GÖD, Nico Caló, sieht keine leichten Verhandlungen mit dem LVS bevorstehen, aber er ist zuversichtlich das am Ende der Verhandlungen ein tragfähiger Kompromiss erzielt werden kann. Mit Blick auf die geforderte Entgelterhöhung von 6,5 % und der Reduzierung der Wochenarbeitszeit für die Kraftfahrer von 42 auf 40 Stunden sagt der GÖD -Verhandlungsführer Calò: "Mit Blick auf die Diskussion um Fachkräftemangel und demografischer Entwicklung muss der Beruf des Kraftfahrers auch zukünftig finanziell attraktiv bleiben und den Lebensunterhalt der Beschäftigten absichern können. Der Arbeitsplatz muss den Anforderungen von Familie und Beruf gerecht werden“ und fügt weiter hinzu: "Kraftfahrer in Omnibusbetrieben sind einer hohen Belastung ausgesetzt, welche auch zu einer Überbelastung führen kann, dem wollen wir als Gewerkschaft GÖD mit der Reduzierung der Wochenarbeitszeit entgegensteuern.".

V.i.S.d.P. und für Rückfragen:

Nico Caló

Telefon.:   0681 / 92 728 31

Mobil:       0176 / 68 920 959

Info – Tel. 0681 / 92 728 30

Telefax  .: 0681 / 92 728 33

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Schlagzeilen

Übertragung des Urlaubs im öffentlichen Dienst

Im öffentlichen Dienst muss der Urlaub grundsätzlich im laufenden Kalenderjahr genommen werden.

Eine Übertragung aus dem Vorjahr ist nur unter folgenden tariflichen Voraussetzungen möglich:

Übertragung des Urlaubs bis zum 31. März

Im Falle einer Übertragung muss der Urlaub nach § 26 Absatz 2 Buchstabe a TVöD bzw. TV-L bis zum 31.3. des Folgejahres angetreten werden. Hier ist es ausreichend, wenn der Resturlaub am 31.3. beginnt.

In besonderen Fällen ist eine Übertragung des Urlaubs bis zum 31. Mai möglich

Nach § 26 Absatz 2 Buchstabe a TVöD bzw. TV-L ist eine Übertragung des Urlaubsanspruchs bis zum 31.5. möglich.

Kann der Erholungsurlaub wegen Arbeitsunfähigkeit oder aus betrieblichen / dienstlichen Gründen nicht bis zum 31.03. angetreten werden, ist er bis zum 31. Mai anzutreten.  Die hier aufgeführten Gründe sind abschließend.

Im Übrigen verfällt der Urlaubsanspruch und wird auch nicht abgegolten !

Urlaubsübertragung bei Krankheit?

Entgegen der bisherigen Rechtsprechung des BAG, wonach der Urlaubsanspruch auch bei Arbeitsunfähigkeit spätestens nach dem Ende des Übertragungszeitraumes, also dem 31.03. des Folgejahres verfällt hat der Europäische Gerichtshof in seiner Entscheidung vom 20.01.2009 - C - 350/06 entschieden, dass der Urlaubsanspruch zunächst erhalten bleibt, wenn der Urlaub aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit bis zum Ende des Übertragungszeitraumes nicht genommen werden kann.

Bei langanhaltender Arbeitsunfähigkeit verfällt der Urlaub nach 15 Monaten

Um ein übermäßiges Anwachsen der jährlich erworbenen Urlaubsansprüche bei Arbeitsunfähigkeit über mehrere Jahre zu vermeiden, hat der EuGH und im Anschluss auch das BAG entschieden, dass der gesetzliche Urlaubsanspruch spätestens 15 Monate nach Ablauf des entsprechenden Urlaubsjahrs verfällt. Dies gilt auch, wenn die Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers über diesen Zeitraum hinaus ununterbrochen andauert (BAG, Urteil v. 18.9.2012, 9 AZR 623/10).