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Kooperation zwischen GÖD und R+V-Versicherungsgruppe

 

Gemeinwohl geht vor Einzelinteressen: Diesem Grundprinzip folgend haben die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und Dienstleistungen (GÖD) und die R+V Versicherung als der genossenschaftliche Versicherer in Deutschland eine Kooperation geschlossen.

 

Beide Partner stimmen darin überein, dass die Menschen eine vernünftige und ausgewogene Absicherung ihrer Lebensrisiken - wie eine auskömmliche Altersversorgung, Absicherung von Krankheit und Pflegebedürftigkeit – speziell im Alter benötigen. Dabei hat der demografische Wandel sowohl auf das private Umfeld als auch auf die Arbeitswelt und das Absicherungsverhalten tiefgreifende Auswirkungen. Auf diese Veränderungen muss die Gesellschaft beizeiten reagieren. GÖD und die R+V Versicherung wollen deshalb gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft angehen.

 

Bereits Ende 2012 hat die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und Dienstleistungen (GÖD) für ihre Mitglieder einen Gruppenvertrag zum Thema Freizeitunfall eingerichtet. Neben dieser Absicherung, sieht die Kooperation weitere interessante Möglichkeiten der Zukunftsvorsorge vor.

 

Weitere Informationen hierzu erhalten Sie unter:

 

            http://www.pension-consult.de/ruv-goed

 

Über den Button "Kontaktformular" erhalten Sie auch weitere Informationen zu den Konditionen für GÖD-Mitglieder

 

 

 

 

Schlagzeilen

Kein Zugang von Kündigungsschreiben am Sonntag

Wirft ein Arbeitgeber ein Kündigungsschreiben an einem Sonntag in den Briefkasten des Arbeitnehmers ein, geht dies grds. nicht mehr am selben Tag zu. Da Arbeitnehmer ihre Briefkästen sonntags nicht überprüfen müssen, kann nicht mit einer Kenntnisnahme des Schreibens gerechnet werden. Dies gilt auch, wenn die Probezeit an einem Sonntag abläuft.

Der Sachverhalt:

Die beklagte Arbeitgeberin kündigte der Klägerin nach § 622 Abs. 3 BGB mit einer Frist von zwei Wochen. Die Parteien hatten eine Probezeit vereinbart. Das Kündigungsschreiben legte die Beklagte am letzten Tag der Probezeit in den Hausbriefkasten der Klägerin ein. Dieser Tag war ein Sonntag. Die Klägerin leerte ihren Briefkasten erst in den Folgetagen.

Mit ihrer Klage machte die Klägerin geltend, das Arbeitsverhältnis sei erst zu einem späteren Zeitpunkt, nämlich mit Ablauf einer vierwöchigen Kündigungsfrist beendet worden. Die Beklagte habe ihr nicht mehr innerhalb der Probezeit gekündigt. Die Klage hatte vor dem Arbeitsgericht und dem LAG Erfolg.

Die Gründe:

Das Arbeitsverhältnis wurde unter Einhaltung der längeren Kündigungsfrist erst außerhalb der Probezeit beendet. Die Kündigung ging der Klägerin frühestens am folgenden Werktag zu den üblichen Postleerungszeiten und damit nach Ablauf der Probezeit zu.

Ein Kündigungsschreiben muss dem Arbeitnehmer zugehen. Dies setzt voraus, dass unter gewöhnlichen Umständen mit der Kenntnisnahme des Schreibens zu rechnen ist. Arbeitnehmer sind jedoch nicht verpflichtet, ihre Briefkästen an Sonntagen zu überprüfen. Dies gilt selbst dann, wenn die Probezeit an einem Sonntag endet und bekannt ist, dass der Arbeitgeber auch sonntags arbeitet.

LAG Schleswig-Holstein 13.10.2015 - 2 Sa 149/15