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Versorgung BeamteWir erlauben uns auf folgendes Werk zur Versorgung im öffentlichen Dienst hinzuweisen:

Die Versorgung der Beamten und anderweitig Beschäftigten im öffentlichen Dienst
Von Horst Marburger, Oberverwaltungsrat a. D.
4., völlig neu bearbeitete Auflage 2016, 281Seiten, kartoniert,  € (D) 42,-
ISBN 978 3 503 16583 4   -  ERICH SCHMIDT VERLAG

Versorgungsformen im öffentlichen Dienst

 

In der vierten Auflage bringt Horst Marburger sein praxisorientiertes Werk zu Pensionen, Renten und Rentenzusatzleistungen wieder auf den neuesten Stand von Gesetzgebung und Rechtsprechung: Der "Marburger" ist Pflichtlektüre für Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes, deren Arbeitgeber, für Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände. Ausführlich behandelt werden u.a. die Themen:

• Ruhegehalt als wohl wichtigste Versorgungsform für Beamte, inkl. Vertiefungen zur Hinterbliebenenversorgung und zur Versorgung bei einem Dienstunfall (Unfallfürsorge),
• Regelungen zur Altersteilzeit, soweit das Altersteilzeitgesetz die Rechtsgrundlage bildet, ansonsten durch einschlägige Tarifverträge,
• Gesetzliche Rentenversicherung – alles zur geltenden Rechtslage nach den jüngsten Änderungen,
• Zusatzversorgung der Arbeitnehmer, d.h. Betriebsrente und Riesterrente,
• Versorgung durch die gesetzliche Unfallversicherung,
• Altersgeld als Ersatz der Nachversicherung.

Eine topaktuelle, verständliche Darstellung der Rechtslage mit vielen Beispielen, unterstützenden Schaubildern, Tabellen und Übersichtsgrafiken.

Bestellmöglichkeit online unter www.ESV.info/978 3 503 16583 4

 

Schlagzeilen

Übertragung des Urlaubs im öffentlichen Dienst

Im öffentlichen Dienst muss der Urlaub grundsätzlich im laufenden Kalenderjahr genommen werden.

Eine Übertragung aus dem Vorjahr ist nur unter folgenden tariflichen Voraussetzungen möglich:

Übertragung des Urlaubs bis zum 31. März

Im Falle einer Übertragung muss der Urlaub nach § 26 Absatz 2 Buchstabe a TVöD bzw. TV-L bis zum 31.3. des Folgejahres angetreten werden. Hier ist es ausreichend, wenn der Resturlaub am 31.3. beginnt.

In besonderen Fällen ist eine Übertragung des Urlaubs bis zum 31. Mai möglich

Nach § 26 Absatz 2 Buchstabe a TVöD bzw. TV-L ist eine Übertragung des Urlaubsanspruchs bis zum 31.5. möglich.

Kann der Erholungsurlaub wegen Arbeitsunfähigkeit oder aus betrieblichen / dienstlichen Gründen nicht bis zum 31.03. angetreten werden, ist er bis zum 31. Mai anzutreten.  Die hier aufgeführten Gründe sind abschließend.

Im Übrigen verfällt der Urlaubsanspruch und wird auch nicht abgegolten !

Urlaubsübertragung bei Krankheit?

Entgegen der bisherigen Rechtsprechung des BAG, wonach der Urlaubsanspruch auch bei Arbeitsunfähigkeit spätestens nach dem Ende des Übertragungszeitraumes, also dem 31.03. des Folgejahres verfällt hat der Europäische Gerichtshof in seiner Entscheidung vom 20.01.2009 - C - 350/06 entschieden, dass der Urlaubsanspruch zunächst erhalten bleibt, wenn der Urlaub aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit bis zum Ende des Übertragungszeitraumes nicht genommen werden kann.

Bei langanhaltender Arbeitsunfähigkeit verfällt der Urlaub nach 15 Monaten

Um ein übermäßiges Anwachsen der jährlich erworbenen Urlaubsansprüche bei Arbeitsunfähigkeit über mehrere Jahre zu vermeiden, hat der EuGH und im Anschluss auch das BAG entschieden, dass der gesetzliche Urlaubsanspruch spätestens 15 Monate nach Ablauf des entsprechenden Urlaubsjahrs verfällt. Dies gilt auch, wenn die Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers über diesen Zeitraum hinaus ununterbrochen andauert (BAG, Urteil v. 18.9.2012, 9 AZR 623/10).