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Tarifvertrag „JobRad" abgeschlossen für Beschäftigte im JugendSozialwerk Nordhausen e.V.

Dijobrad jsw 5e Tarifpolitik der GÖD dient dem Umweltschutz und fördert die Gesundheit der Beschäftigten

Ab 1. Oktober 2018 können unbefristet Beschäftigte des JugendSozialwerk Nordhausen e. V. (JSW) steuerbegünstigt Fahrräder oder E-Bikes leasen. Zusätzlich gibt es Förderungen durch den Arbeitgeber sowie eine Vorteilsregelung für GÖD Mitglieder.

Unsere Mitglieder der Tarifkommission im JSW haben mit dem Vorstand des JSW den „Tarifvertrag zur Entgeltumwandlung zur Überlassung eines Dienstfahrrades" verhandelt und abgeschlossen. Damit wird den Beschäftigten des JSW die Möglichkeit gegeben, ein steuerlich begünstigtes Fahrrad oder E-Bike zu leasen. Die Vorteile des Tarifvertrages:

 

  • Steuerrechtlich ist das Fahrrad oder E-Bike einem Dienstwagen gleichgestellt und wird zu 1% des Neuwertes versteuert.
  • Das Fahrrad kann privat genutzt werden.
  • Der Arbeitgeber übernimmt die Versicherung für die gesamte Leasingzeit.
  • Die Leasingraten werden direkt vom Bruttogehalt eingezogen.
  • Unsere Tarifkommission konnte für Mitglieder der GÖD zusätzlich einen Zuschuss zur Leasingrate von monatlich 10,-- Euro vom Arbeitgeber durchsetzen.

Übrigens: GÖD-Mitglieder erhalten auch 2019 wieder eine jährliche Einmalzahlung.

Damit zahlt sich die Mitgliedschaft in der GÖD für die Beschäftigten des JSW einmal mehr aus.

Ab dem 1. Oktober 2018 können die Beschäftigten, bei Erfüllung der Voraussetzungen des Tarifvertrages, bei einem JobRad Fachhandelspartner ein Fahrrad nach eigenen Vorstellungen aussuchen und bestellen. Der Arbeitgeber wird dann die Voraussetzung prüfen, die Bestellung „freigeben" und das Rad kann abgeholt werden.

Bei Fragen wenden Sie sich an das Team Personaldienstleistungen des JSW oder informieren sich zunächst unter www.jobrad.org

Mit diesem Tarifvertrag vertritt die Gewerkschaft GÖD nicht nur die Interessen ihrer Mitglieder, sie leistet auch ihren Beitrag zur Schonung der Umwelt und unterstützt die Gesundheit aller Kolleginnen und Kollegen.

Verantw.: Wolfgang Schneider, GÖD-Regionalverband Ost

 

Schlagzeilen

Übertragung des Urlaubs im öffentlichen Dienst

Im öffentlichen Dienst muss der Urlaub grundsätzlich im laufenden Kalenderjahr genommen werden.

Eine Übertragung aus dem Vorjahr ist nur unter folgenden tariflichen Voraussetzungen möglich:

Übertragung des Urlaubs bis zum 31. März

Im Falle einer Übertragung muss der Urlaub nach § 26 Absatz 2 Buchstabe a TVöD bzw. TV-L bis zum 31.3. des Folgejahres angetreten werden. Hier ist es ausreichend, wenn der Resturlaub am 31.3. beginnt.

In besonderen Fällen ist eine Übertragung des Urlaubs bis zum 31. Mai möglich

Nach § 26 Absatz 2 Buchstabe a TVöD bzw. TV-L ist eine Übertragung des Urlaubsanspruchs bis zum 31.5. möglich.

Kann der Erholungsurlaub wegen Arbeitsunfähigkeit oder aus betrieblichen / dienstlichen Gründen nicht bis zum 31.03. angetreten werden, ist er bis zum 31. Mai anzutreten.  Die hier aufgeführten Gründe sind abschließend.

Im Übrigen verfällt der Urlaubsanspruch und wird auch nicht abgegolten !

Urlaubsübertragung bei Krankheit?

Entgegen der bisherigen Rechtsprechung des BAG, wonach der Urlaubsanspruch auch bei Arbeitsunfähigkeit spätestens nach dem Ende des Übertragungszeitraumes, also dem 31.03. des Folgejahres verfällt hat der Europäische Gerichtshof in seiner Entscheidung vom 20.01.2009 - C - 350/06 entschieden, dass der Urlaubsanspruch zunächst erhalten bleibt, wenn der Urlaub aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit bis zum Ende des Übertragungszeitraumes nicht genommen werden kann.

Bei langanhaltender Arbeitsunfähigkeit verfällt der Urlaub nach 15 Monaten

Um ein übermäßiges Anwachsen der jährlich erworbenen Urlaubsansprüche bei Arbeitsunfähigkeit über mehrere Jahre zu vermeiden, hat der EuGH und im Anschluss auch das BAG entschieden, dass der gesetzliche Urlaubsanspruch spätestens 15 Monate nach Ablauf des entsprechenden Urlaubsjahrs verfällt. Dies gilt auch, wenn die Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers über diesen Zeitraum hinaus ununterbrochen andauert (BAG, Urteil v. 18.9.2012, 9 AZR 623/10).