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Bruder Paulus besucht die GÖD

Der aus Rundfunk und Fernsehen bekannte Kapuziner Bruder Paulus war Anfang April beim GÖD Bundesvorstand in Berlin zu Gast. In seiner Rede lobte er unter anderem unsere ehrenamtliche Struktur. Es ist für Ihn unverständlich, wie man Mitarbeitervertreter sein kann, wenn man in großen Gewerkschaftszentralen sitzt und nicht mitbekommt was an der Basis vor sich geht. Das war aber nur ein kleiner Punkt die Bruder Paulus betonte. Die Fokussierung auf die christlichen Werte und den Menschen war für ihn maßgeblich.

 

Die Teilnehmer waren von dem zweistündigen Treffen sehr begeistert, und haben alle etwas für ihre gewerkschaftliche Arbeit sowie auch für sich ganz persönlich mitgenommen.

Am Ende des Treffens sprach Bruder Paulus den Teilnehmern für die bevorstehenden Aufgaben noch viel Mut zu. Wir danken Bruder Paulus für seinen Besuch und wüschen Ihm alles Gute für seinen weiteren Lebensweg.

 

Bruder Paulus besucht die GÖD

v.l.n.r. Herbert Fontaine, Jürgen Cremer, Rudolf Öchsner, Wolfgang Feil, Sönke Jensen, Karin Hüter,
Stephan Mäder, Bruder Paulus, Wolfgang Schneider, Raymund Kandler, Gregor Targowski, Peter Dukitsch,
Lydia Dreyer, Franz Heitbaum, Helga Marbach, Marcus Mengel

 

 

 

Bericht: Marcus Mengel

 

Schlagzeilen

Kein Zugang von Kündigungsschreiben am Sonntag

Wirft ein Arbeitgeber ein Kündigungsschreiben an einem Sonntag in den Briefkasten des Arbeitnehmers ein, geht dies grds. nicht mehr am selben Tag zu. Da Arbeitnehmer ihre Briefkästen sonntags nicht überprüfen müssen, kann nicht mit einer Kenntnisnahme des Schreibens gerechnet werden. Dies gilt auch, wenn die Probezeit an einem Sonntag abläuft.

Der Sachverhalt:

Die beklagte Arbeitgeberin kündigte der Klägerin nach § 622 Abs. 3 BGB mit einer Frist von zwei Wochen. Die Parteien hatten eine Probezeit vereinbart. Das Kündigungsschreiben legte die Beklagte am letzten Tag der Probezeit in den Hausbriefkasten der Klägerin ein. Dieser Tag war ein Sonntag. Die Klägerin leerte ihren Briefkasten erst in den Folgetagen.

Mit ihrer Klage machte die Klägerin geltend, das Arbeitsverhältnis sei erst zu einem späteren Zeitpunkt, nämlich mit Ablauf einer vierwöchigen Kündigungsfrist beendet worden. Die Beklagte habe ihr nicht mehr innerhalb der Probezeit gekündigt. Die Klage hatte vor dem Arbeitsgericht und dem LAG Erfolg.

Die Gründe:

Das Arbeitsverhältnis wurde unter Einhaltung der längeren Kündigungsfrist erst außerhalb der Probezeit beendet. Die Kündigung ging der Klägerin frühestens am folgenden Werktag zu den üblichen Postleerungszeiten und damit nach Ablauf der Probezeit zu.

Ein Kündigungsschreiben muss dem Arbeitnehmer zugehen. Dies setzt voraus, dass unter gewöhnlichen Umständen mit der Kenntnisnahme des Schreibens zu rechnen ist. Arbeitnehmer sind jedoch nicht verpflichtet, ihre Briefkästen an Sonntagen zu überprüfen. Dies gilt selbst dann, wenn die Probezeit an einem Sonntag endet und bekannt ist, dass der Arbeitgeber auch sonntags arbeitet.

LAG Schleswig-Holstein 13.10.2015 - 2 Sa 149/15