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Tarifeinigung für das private Kraftomnibusgewerbe der Veolia Verkehr West GmbH !

Am 08.09.2011 wurde in den Tarifverhandlungen zwischen dem Arbeitgeber der Veolia Verkehr West GmbH. und dem Bundesverband der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und Dienstleistungen (GÖD) ein gutes Ergebnis im Lohn- und Gehaltstarifvertrag erzielt.

Im Ergebnis liegt der Abschluss über den der anderen Gewerkschaften in dieser Branche.

Das Ergebnis im Überblick:

  • Die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen werden ab 01.10.2011 um 2,1 % und ab 01.10.2012 um weitere 2,0 % erhöht.
  • Die Lohn- und Gehaltstarifverträge können frühestens zum 30.09.2013 gekündigt werden.
  • In § 4 GTV wird die Staffelung in der Gehaltsgruppe 1 neu gefasst:
    Anfangsgehalt                                                              …
    Nach 2 Jahren Gruppenzugehörigkeit                  …
    Nach 4 Jahren Gruppenzugehörigkeit                  …

Der neue Lohn- und Gehaltstarifvertrag vom 08.09.2011 für die kaufmännischen und technischen Angestellten und Auszubildenden, sowie für die gewerblichen Arbeitnehmer lösen die Tarifverträge vom 30.09.2009 ab und sichert für die Zukunft den Arbeitsplatz.

Diese Tarifverträge wurden von den Beschäftigten der Branche und unseren Fachleuten gestaltet.

Sie selbst sollen mitreden, sich selbst einbringen und mitbestimmen.

 

Gestalten wir die Zukunft mit Ihrer Mitgliedschaft zur GÖD gemeinsam

 

Nutzen Sie Ihre Chance zur konstruktiven Veränderung und werden Sie Mitglied der GÖD!

Übrigens: Tarifverträge gelten gem. § 4 Tarifvertragsgesetz nur für die Mitglieder der tarifabschließenden Gewerkschaft!!

Gregor Targowski

 

Schlagzeilen

Übertragung des Urlaubs im öffentlichen Dienst

Im öffentlichen Dienst muss der Urlaub grundsätzlich im laufenden Kalenderjahr genommen werden.

Eine Übertragung aus dem Vorjahr ist nur unter folgenden tariflichen Voraussetzungen möglich:

Übertragung des Urlaubs bis zum 31. März

Im Falle einer Übertragung muss der Urlaub nach § 26 Absatz 2 Buchstabe a TVöD bzw. TV-L bis zum 31.3. des Folgejahres angetreten werden. Hier ist es ausreichend, wenn der Resturlaub am 31.3. beginnt.

In besonderen Fällen ist eine Übertragung des Urlaubs bis zum 31. Mai möglich

Nach § 26 Absatz 2 Buchstabe a TVöD bzw. TV-L ist eine Übertragung des Urlaubsanspruchs bis zum 31.5. möglich.

Kann der Erholungsurlaub wegen Arbeitsunfähigkeit oder aus betrieblichen / dienstlichen Gründen nicht bis zum 31.03. angetreten werden, ist er bis zum 31. Mai anzutreten.  Die hier aufgeführten Gründe sind abschließend.

Im Übrigen verfällt der Urlaubsanspruch und wird auch nicht abgegolten !

Urlaubsübertragung bei Krankheit?

Entgegen der bisherigen Rechtsprechung des BAG, wonach der Urlaubsanspruch auch bei Arbeitsunfähigkeit spätestens nach dem Ende des Übertragungszeitraumes, also dem 31.03. des Folgejahres verfällt hat der Europäische Gerichtshof in seiner Entscheidung vom 20.01.2009 - C - 350/06 entschieden, dass der Urlaubsanspruch zunächst erhalten bleibt, wenn der Urlaub aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit bis zum Ende des Übertragungszeitraumes nicht genommen werden kann.

Bei langanhaltender Arbeitsunfähigkeit verfällt der Urlaub nach 15 Monaten

Um ein übermäßiges Anwachsen der jährlich erworbenen Urlaubsansprüche bei Arbeitsunfähigkeit über mehrere Jahre zu vermeiden, hat der EuGH und im Anschluss auch das BAG entschieden, dass der gesetzliche Urlaubsanspruch spätestens 15 Monate nach Ablauf des entsprechenden Urlaubsjahrs verfällt. Dies gilt auch, wenn die Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers über diesen Zeitraum hinaus ununterbrochen andauert (BAG, Urteil v. 18.9.2012, 9 AZR 623/10).