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Beschäftigte setzen Zeichen! Mitarbeiter und Arbeitgeber gemeinsam gegen die weitere Liberalisierung bei den Bodenverkehrsdiensten!

Liebe Kolleginnen und Kollegen ,

dem Aufruf der GÖD, sich an den Betriebsversammlungen am 10.10.2011 zu beteiligen sind viele unserer Mitglieder und Kolleginnen und Kollegen gefolgt. Es war wichtig, gemeinschaftlich ein Zeichen gegen die wahnwitzigen Ideen der zuständigen EU-Kommissare zu setzen, unabhängig davon, ob man in der Verwaltung oder im Bodenverkehrsdienst tätig ist.

Während in FRAPORT die GÖD-Vertreter noch zusätzlich eine Flaggenabordnung postiert hatten, wurde die Versammlung in München durch die Anwesenheit vieler GÖD-Funktionäre und Mitglieder unterstützt. Kurz vor der Versammlung in München wurde durch den Vorsitzenden des Bundesfachverbandes Flughäfen, Bernhard Plath, noch ein längeres Gespräch mit der Europaabgeordneten Dr. Angelika Niebler geführt. In diesem wurden Ihr anschaulich die negativen Auswirkungen der neuen Pläne auf die Kolleginnen und Kollegen geschildert. In Frankfurt sprach u.a. MdEP Thomas Mann, der sich in seiner Rede massiv gegen die Pläne des EU-Verkehrskommissar Hr. Kallas stemmte!

Die Mitglieder des Bundesfachverbandes Flughäfen der GÖD und damit Eure Kollegen und Kolleginnen, werden sich weiterhin aktiv für Eure Interessen einsetzen! Solidarität macht stark! Deshalb unterstützen auch Sie unseren Einsatz und werden Sie Mitglied bei der GÖD!

 

Bericht:

 

 

Bernhard Plath                              Manfred März

Vorsitzender                                  2. Vorsitzender
Bundesfachverband                      Bundesfachverband
Flughäfen                                      Flughäfen

 

Schlagzeilen

Kein Zugang von Kündigungsschreiben am Sonntag

Wirft ein Arbeitgeber ein Kündigungsschreiben an einem Sonntag in den Briefkasten des Arbeitnehmers ein, geht dies grds. nicht mehr am selben Tag zu. Da Arbeitnehmer ihre Briefkästen sonntags nicht überprüfen müssen, kann nicht mit einer Kenntnisnahme des Schreibens gerechnet werden. Dies gilt auch, wenn die Probezeit an einem Sonntag abläuft.

Der Sachverhalt:

Die beklagte Arbeitgeberin kündigte der Klägerin nach § 622 Abs. 3 BGB mit einer Frist von zwei Wochen. Die Parteien hatten eine Probezeit vereinbart. Das Kündigungsschreiben legte die Beklagte am letzten Tag der Probezeit in den Hausbriefkasten der Klägerin ein. Dieser Tag war ein Sonntag. Die Klägerin leerte ihren Briefkasten erst in den Folgetagen.

Mit ihrer Klage machte die Klägerin geltend, das Arbeitsverhältnis sei erst zu einem späteren Zeitpunkt, nämlich mit Ablauf einer vierwöchigen Kündigungsfrist beendet worden. Die Beklagte habe ihr nicht mehr innerhalb der Probezeit gekündigt. Die Klage hatte vor dem Arbeitsgericht und dem LAG Erfolg.

Die Gründe:

Das Arbeitsverhältnis wurde unter Einhaltung der längeren Kündigungsfrist erst außerhalb der Probezeit beendet. Die Kündigung ging der Klägerin frühestens am folgenden Werktag zu den üblichen Postleerungszeiten und damit nach Ablauf der Probezeit zu.

Ein Kündigungsschreiben muss dem Arbeitnehmer zugehen. Dies setzt voraus, dass unter gewöhnlichen Umständen mit der Kenntnisnahme des Schreibens zu rechnen ist. Arbeitnehmer sind jedoch nicht verpflichtet, ihre Briefkästen an Sonntagen zu überprüfen. Dies gilt selbst dann, wenn die Probezeit an einem Sonntag endet und bekannt ist, dass der Arbeitgeber auch sonntags arbeitet.

LAG Schleswig-Holstein 13.10.2015 - 2 Sa 149/15